Eine Studie, herausgegeben von der Vodafone Stiftung Deutschland und der Christian-Albrechts-Universität Kiel, zeigt, wie Integration besser gefördert werden kann. DeutschPlus begrüßt diesen Vorschlag.

Noch immer hakt es bei der Integration, gerade in der Verwaltung und der Politik. Das ergab eine Studie von Verwaltungswissenschaftlern der Universität Kiel, die von der Vodafone Stiftung gefördert wurde.

Der Vorschlag, wie Regierung und Verwaltung effektiver organisiert werden könnten, ist ein eigenes Integrationsministerium auf Bundesebene zu schaffen.

DeutschPlus begrüßt dies, denn Integration ist eine anspruchsvolle Querschnittsaufgabe. Sie durchdringt zahlreiche Politikfelder - von der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik über die Bildungs- und Kultur- bis zur Sicherheitspolitik. „Soll Integrationspolitik wirksam sein, müssen langfristige und vor allem gut koordinierte Strategien entwickelt werden. Daher wäre die Einrichtung eines Bundesintegrationsministeriums, das nicht nur zur Bündelung und Koordinierung der Perspektiven beitragen könnte, sondern zudem mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet wäre, sehr zu begrüßen." sagt der stellvetrende Vorsitzende von DeutschPlus, Dr. Johannes Eichenhofer.

Schwachstellen im Bereich Migration aufgedeckt

Die Autoren der Studie deckten Schwachstellen im Bereich Migration und Integration auf und kamen zu dem Fazit, dass ein Bundesintegrationsministerium notwendig ist. Der Studienleiter Professor Christoph Brüning sagt, ein solches Haus hätte, „vor allem die Aufgabe, Staat und Gesellschaft für die Bedeutung von Migration und Integration zu sensibilisieren und entsprechende Gesetzesinitiativen und Investitionsprogramme zu fördern.“

Wie das Bundesumweltministerium, das sich auch um Fragen aus den Bereichen Energie, Landwirtschaft und Verkehr kümmert, so hätte auch dieses neue Ministerium eine Querschnittaufgabe zu bewältigen. Die Forscher brachten außerdem die Idee ins Spiel, den Aufgabenkatalog des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) um ausländerrechtliche Verfahren außerhalb von Asyl zu erweitern.

DeutschPlus fordert dies ebenso

Auch DeutschPlus setzt sich dafür schon länger ein. Zusammen mit dem Rat für Migration forderten wir in einem offenen Brief an die Bundesregierung ein Bundesministerium für Migration und Integration, das die zentrale Zuständigkeit für die Migrations- und Integrationspolitik in Deutschland übernimmt.

„Solange das Bundesinnenministerium mit seiner Orientierung an Sicherheitspolitik und Gefahrenabwehr das führende Ressort für diese Themen bleibt, werden wir nie den institutionellen Aufbruch in die Einwanderungsgesellschaft schaffen.“, heißt es in der Petition.

Auch die Idee eines Querschnitts-Ministerium, das die Aufgabenbereiche Migration und Integration mit der Arbeits- und Sozialpolitik verknüpft und darüber hinaus die Brücke zu anderen, für Migration und Integration wichtigen Aufgabenfeldern schlägt, wurde in einer Petition, bei der DeutschPlus beteiligt war, vorgeschlagen. Dies wäre ein aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales hervorgehendes Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Migration und Integration. Mehr dazu hier.

Und im erst letztlich veröffentlichten „Leitbild für die Einwanderungsgesellschaft“, bei dem DeutschPlus beteiligt war, wird ein Integrationsministerium gefordert. Hier geht es zum Leitbild.

Habt ihr eine Meinung zum Thema? Dann schreibt uns: info@deutsch-plus.de