Mit unserem Projekt "ACT" wollen wir rassistische Diskriminierung innerhalb der staatlichen Institutionen abschaffen, denn mit pluralen Institutionen stärken wir unsere Demokratie.

ACT – Bewusstsein schaffen, Chancen sichern

Projektziele

Das Modellprojekt „ACT – Bewusstsein schaffen, Chancen sichern“ versteht staatliche Institutionen als zentrale Akteur_innen der Transformation Deutschlands hin zu einer gelebten Einwanderungsgesellschaft und adressiert diese als Hauptzielgruppe. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Radikalisierung muss die Resistenz und Nachhaltigkeit der Demokratie durch plurale Institutionen gestärkt werden.

ACT verfolgt zwei zentrale Ziele:

  1. Das Bewusstsein für Rassismus und rassistische Diskriminierung in Organisationen und Institutionen stärken und antirassistische Sensibilisierung vorantreiben.
  2. Durch gezielte Maßnahmen der Antidiskriminierung, des Empowerments und der diversitätssensiblen interkulturellen Öffnung in Organisationen und Institutionen einen Raum für mehr Anerkennung, Chancengerechtigkeit und Teilhabe (ACT) junger Menschen mit Rassismuserfahrung schaffen und fördern.

Der Innovationsgehalt des Modellprojekts besteht darin, Organisationen und staatliche Institutionen als Demokratiemotor für eine plurale Einwanderungsgesellschaft zu begreifen und diesbezüglich durch ganzheitliche Konzepte, die Maßnahmen der antirassistischen Sensibilisierung, der diversitätssensiblen interkulturellen Öffnung und des Empowerments umfassen, weiterzuentwickeln.

Projektablauf

Das Modellprojekt akquiriert Institutionen für eine Zusammenarbeit. Anvisiert werden dabei Personal- und Ausbildungsabteilungen sowie Beauftragte für Interkulturelle Öffnung.

Es folgt eine genaue Analyse bisheriger Maßnahmen in Bezug auf antirassistische Sensibilisierung, Antidiskriminierung und interkulturelle Öffnung. Darauf aufbauend wird in Abstimmung mit der Institution ein ganzheitliches oder handlungsfeldbezogenes Konzept erarbeitet.

Die Organisationsentwicklung findet in Form von Workshops statt, die auf den Elementen antirassistische Sensibilisierung, interkulturelle Öffnung und Empowerment basieren und sich an verschiedene Zielgruppen innerhalb der Institutionen richten. So richtet sich ein Workshop für Empowerment an junge Mitarbeiter_innen mit Rassismuserfahrung, während sich ein Workshop für antirassistische Sensibilisierung an Angestellte aus der Personal- und Ausbildungsabteilungen richten kann.

Die Maßnahmen werden am Ende der Projektlaufzeit in einem Leitfaden dokumentiert und sollen staatliche und zivilgesellschaftliche Träger motivieren, ausgewählte Maßnahmen mithilfe etwaiger Beratung durch DeutschPlus selbstständig zu adaptieren und zu implementieren.

Die Projektergebnisse werden fortlaufend auf der Projektwebseite und in der Beitragsreihe „Impulse zu Vielfalt“ veröffentlicht sowie auf einer Abschlusstagung präsentiert. Diese Veröffentlichungen sowie der Leitfaden zielen insbesondere auf die Informationsvermittlung und den gesellschaftlichen Diskurs mit Multiplikator_innen ab. Darüber hinaus sollen sie bundesweit weitere Institutionen zur Anpassung und Implementierung ausgewählter Maßnahmen motivieren.

Das Projekt "ACT" wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms "Demokratie leben!" und der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

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Projektdauer: 01.01.2017 – 31.12.2019

Kontakt: Kerstin Meyer (Projektleitung) Kerstin.Meyer@deutsch-plus.de