Fakten zur Einwanderung in Deutschland

Ängste und die faktische Realität in Deutschland

12.10.2016  |  von Mediendienst Integration

Der MEDIENDIENST INTEGRATION hat untersucht, ob die verbreitetsten Ängste in der Bevölkerung einem Realitätscheck stand halten. Um das herauszufinden, hat der Mediendienst in einem Informationspapier zusammengetragen, welche Ängste in Umfragen am häufigsten genannt werden.

Der MEDIENDIENST INTEGRATION hat untersucht, ob die verbreitetsten Ängste in der Bevölkerung einem Realitätscheck stand halten. Um das herauszufinden, hat der Mediendienst in einem Informationspapier zusammengetragen, welche Ängste in Umfragen am häufigsten genannt werden. Und was Forschung und offizielle Statistiken dazu sagen.

Folgende Ängste wurden untersucht:

  • „Flüchtlinge nehmen Einheimischen die Jobs weg.“
  • „Die Sozialausgaben steigen.“
  • „Der Zuzug von Flüchtlingen ist schlecht für die deutsche Wirtschaft.“
  • „Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte steigt.“
  • „Die Gefahr von Terroranschlägen nimmt zu.“
  • „Die Kriminalität nimmt zu.“
  • „Die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt wird größer.“
  • „Die Qualität des Schulunterrichts sinkt.“
  • „Die Behörden sind überfordert.“
  • „Der Einfluss des Islams wird zu stark.“

Die Zusammenfassung des Mediendiensts:
Der Fakten-Check zeigt unter anderem: Es ist nicht damit zu rechnen, dass Arbeitnehmer durch Flüchtlinge „in größerem Umfang“ verdrängt werden. Ökonomen gehen zudem nicht von wirtschaftlichen Verlusten durch die Flüchtlingsmigration aus. Experten des „Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung“ prognostizieren sogar, dass die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen langfristig dazu führen wird, dass alteingesessene Arbeitnehmer im Schnitt etwa 0,5 Prozent mehr verdienen als zuvor.

Nimmt die Kriminalität in Deutschland zu? Nein, sagen offizielle Statistiken. 2015 wurden bundesweit rund 6 Millionen Straftaten registriert (ohne ausländerrechtliche Verstöße). Das entspricht dem Niveau der Vorjahre. Die Zahl der Straftaten, bei denen Personen mit Bezug zum Asylverfahren verdächtigt wurden, ist rückläufig: Von Januar bis Juni 2016 sank sie um mehr als ein Drittel.