Von vielen kleinen Fischen, die im Schwarm zu einem großen Fisch werden, spricht direkt zu Beginn Cansu Zeren, stellvertretende Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde Deutschland.

Auf der Bundeskonferenz wird so auch beides in den verschiedenen Impulsen und Gruppendiskussionen deutlich: Wie wichtig es ist, dass es viele verschiedene Stimmen gibt, aber wie eindrucksvoll der gemeinsame Chor am Ende klingen kann.

47 Organisationen sind es, deren Selbstverständnis oft unterschiedlich ist. Die aber nun zu ihrer ersten Bundeskonferenz zusammenkommen, um herauszufinden, wo thematisch gemeinsame Anliegen gefunden werden können und welche Strukturen es braucht, um sie gemeinsam noch besser durchzusetzen. Nicht in allen Dingen besteht hundertprozentige Einigkeit, aber es wird auch klar, dass die Organisationen in ihrer Vielfalt kein Hindernis, sondern eine Stärke sehen.

Die meisten Themen sind keine neuen Forderungen, aber es sind Forderungen der Migrant_innenorganisationen, die bisher von der Politik übergangen wurden. So wurde in einem Impulspapier von Migrant_innenorganisationen ausführlich dargelegt, was sich ändern muss. Dazu gehört zum Beispiel ein Bundespartizipations- und Teilhabegesetz oder ein Rat für Vielfalt nach dem Beispiel des Deutschen Ethikrats. Dazu zählen auch Antidiskriminierung und Interkulturelle Öffnung. Lange überfällig ebenso: Deutschland endlich offiziell zu einem vielfältigen Einwanderungsland zu erklären. Auf der Konferenz, die auch mediale Aufmerksamkeit erfährt, muss von der Wichtigkeit dieser und anderer Impulse an die Gesellschaft niemand überzeugt werden, dafür soll eine gemeinsame Überzeugungskraft trainiert werden, die zu wirklich durchschlagenden Erfolgen führt. Daran wird weiter auch einzeln in den Organisationen mit verschiedenen Schwerpunkten gearbeitet. Am Ende gilt es allerdings, den bunten Schwarm gemeinsam ins Ziel schwimmen zu lassen

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