Mit Thilo Sarrazins Überfremdungswarnung fing alles an: Warum Farhad Dilmaghani mit der Initiative "DeutschPlus" für die Einwanderungsgesellschaft wirbt. Hans Monath über den Anwalt der Vielfalt

Kein politisches Ereignis ist seit dem Sommer leidenschaftlicher debattiert worden als der Zuzug von Flüchtlingen. Die Veränderung Deutschlands durch Menschen mit anderen Wurzeln als die der Alteingesessenen ist auch Kernthema von „DeutschPlus“. Die „Initiative für eine plurale Republik“ gibt Anstöße, erarbeitet Konzepte und schafft Vorbilder, damit sich Deutschland vom Einwanderungsland zur Einwanderungsgesellschaft entwickelt.

„Wir empfinden uns auch als Zukunftsentwurf der deutschen Gesellschaft – und somit auch als Gegenstück zu Pegida“, sagt ihr Gründer und Vorsitzender Farhad Dilmaghani. In erster Linie seien die „DeutschPlus“-Aktivisten engagierte Bürger, die etwas zurückgeben wollten von dem, was sie an Unterstützung erfahren hätten. „Während Pegida warnt, Deutschland schaffe sich ab, sagen wir: Deutschland wird aus dem Prozess der Einwanderung gestärkt hervorgehen, wie es auch in der Vergangenheit schon der Fall war.“